Benefizkonzert des Deutschen Ärzteorchesters - Nachbericht
Textplakate wie „Die ersten Ärzte, die mit Ihren Instrumenten niemanden Angst einjagen“ oder „Mal was anderes, oder haben Sie schon einmal 150 Ärzte gleichzeitig aufgesucht?“ schmückten in der vergangenen Woche einen Großteil der Hamburger U-Bahnhöfe. Die Hamburger U-Bahnfahrer wurden somit auf das Benefizkonzert des Deutschen Ärzteorchesters aufmerksam gemacht.

Nach langen Proben waren die 150 Ärztinnen und Ärzte dann am vergangenen Samstag, den 17. Oktober 2009, soweit und gemeinsam mit den Solisten Betsy Horne (Staatstheater Wiesbaden) und Marius Adam (Hamburger Kammeroper) verzauberten Sie die 458 Besucher mit den Klängen des wohl bekanntesten Werks von Johannes Brahms „Ein Deutsches Requiem“ und der Trauermusik für Viola und Streichorchester von Hindemith. Das Benefizkonzert fand genau wie im letzten Jahr zu Gunsten der NCL-Stiftung und der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e.V. statt und diente somit dem guten Zweck. Schauplatz des ganzen Spektakels war in diesem Jahr die St. Petri Kirche im Herzen Hamburgs.
Das Deutsche Ärzteorchester wurde 1989 von dem Münchener
Allgemeinarzt Dr. Pöller gegründet. Seit 2004 ist Alexander Mottok aus Hamburg der künstlerische Leiter des
Ensembles. Dr. Scheele, Vorstandsmitglied des Deutschen Ärzteorchesters und
selbst als Geiger aktiv im Orchester, versteht die Musik als Ausgleich zum
täglichen Umgang mit der Krankheit. Und er nimmt für die Ausübung seiner
Leidenschaft viele Wege auf sich: „Wir kommen zwei- bis dreimal pro Jahr zu
mehrtägigen intensiven Arbeitsphasen zusammen, die jeweils mit mindestens einem
Konzert enden. Daneben finden zahlreiche kammermusikalische Aktivitäten statt.
Da braucht man musikbegeisterte Angehörige und einen gemeinsamen Willen, Gutes
zu tun“, so Dr. Scheele, der sich besonders darüber freut, das der Erste Bürgermeister Ole von Beust die
Schirmherrschaft über das Konzert übernommen hat.
Insgesamt konnte eine Summe von mehr als 9.900 € für den guten Zweck gesammelt werden, welche nun auf die beiden Stiftungen aufgeteilt werden. Währen die Alzheimer Gesellschaft der älteren Generation versucht Halt zu geben und ein Ratgeber zu sein, versucht die NCL-Stiftung den Kindern zu helfen, die an der unheilbaren tödlichen Stoffwechselerkrankung leiden. Durch Spendengelder und Einnahmen von Benefizveranstaltungen versucht die NCL-Stiftung vor allem die Forschung auf dem Gebiet NCL voranzutreiben und sowohl Ärzte als auch die Öffentlichkeit für diese Krankheit zu sensibilisieren.
Vielen Dank an alle Sponsoren, Helfer und Mitstreitende bei der Organisation!



