Forschung und Förderung -Startseite

Aktives NCL-Netzwerk

Kooperationen

Von der NCL-Stiftung initiierte Forschungskooperationen.

 

Seit ihrer Gründung im Jahre 2002 versucht die NCL-Stiftung, mit Hilfe gezielter Anschubfinanzierung, Forschungslücken zu schließen. Die verschiedenen, von der NCL-Stiftung organisierten Wissenschaftler-Treffen, wie Doktorandentreffen und NCL-Kongresse, dienen dazu Forscher weltweit untereinander zu vernetzen. Diese Veranstaltungen sind Plattformen für den Austausch von Ergebnissen und innovativen Forschungsideen, die als Basis für neue Kooperationen dienen. Die daraus neu entstehenden Forschungsprojekte werden z.T. mit einer Anschubfinanzierung in Form von Doktorandenstipendien gefördert.

  

Die NCL-Stiftung vernetzt auch Forschergruppen direkt auf 1:1 Basis. Der aktuelle Zwischenstand (August 2013) zeigt, dass die NCL-Stiftung seit 2002 rund 40 neue Forschungskooperationen auf den Weg gebracht hat. Der überwiegende Teil sind neue Zusammenarbeiten zwischen universitären Gruppen (66%). Jeweils 17% entfielen auf Kooperationen zwischen einer universitären Gruppe und einem Forschungsinstitut bzw. einer forschenden Firma.

 

Der Austausch mit anderen gemeinnützigen NCL-Einrichtungen sowie die Fortbildungsarbeit bei Ärzten, Studierenden und Schülern sind indirekte Maßnahmen, die die Forschungsvernetzung fördern. 

 

 

Mitglieder des NCL-Netzwerkes (alphabetisch - Stand 2013)


Prof. Dr. Ralf Baumeister (Homepage)


Ralf Baumeister ist Professor an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. Er forscht an der Entwicklung von Tiermodellen für Gen-Funktionsanalysen. Schwerpunkt sind neurodegenerative Erkrankungen (Alzheimer, Parkinson, Hörverlust). Ralf Baumeister war mit einem eigenen NCL-Thema im EU-Programm APOPIS (Abnormal proteins in the pathogenesis of neurodegenerative disease) vertreten.

 

 

 


Prof. Dr. Thomas Braulke (Homepage)


Thomas Braulkes Labor am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf beschäftigt sich mit verschiedenen NCL-Formen. Schwerpunkte liegen hier in der Analyse von Sortierungsprozessen und den Funktionen der betroffenen Proteine. Im April 2004 hat die NCL-Stiftung ein ko-finanziertes Doktorandenstipendium an Dipl. Biochemikerin Sandra Pohl vergeben.

  


Prof. Dr. Jonathan Cooper (Homepage)


Jonathan Cooper führt das „Pädiatrische Speicherkrankheiten Labor (PSDL)"- am Institut der Psychiatrie, King's College London. Der Hauptfokus des Labors liegt auf dem Verständnis des „Wo", „Wann" und „Wie" im Gehirn, was durch verschiedene NCL-Formen beinträchtigt wird. Hierzu werden stereologische Analysen der Neuropathologie an verschiedenen NCL-Mausmodellen durchgeführt und mit humanen NCL-Daten verglichen. Diese Studien spiegeln den Krankheitsverlauf wieder und können die Effizienz von therapeutischen Ansätzen beurteilen. Jonathan Cooper kooperiert mit Kollegen aus den USA, Neuseeland und Mitgliedern der EU-NCL-Gruppe. Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Dr. Susan L. Cotman (Homepage)

 

Susan Cotman ist Kooperationspartner im Gemeinschaftsprogramm NCL-Erkrankungen, einem klinischen und translationalen Forschungsprogramm innerhalb des Centers für Human Genetic Research“ am Massachusetts General Hospital. Das Cotman-Labor ist auf genetische und zellbiologische Forschung spezialisiert und hat sich zum Ziel gesetzt, die ersten Vorkommnisse zu beschreiben, welche durch einen genetischen NCL-Defekt hervorgerufen werden. Genaue genetische Modelle wurden für die Früherkennung sowie zum Medikamenten-Screening und für die präklinische Medikamentenentwicklung etabliert. Unter den entwickelten NCL-Modellen befinden sich sowohl die Cln3ex7/8-Mäuse, welche die häufigste bei NCL-Patienten beschriebene Mutation tragen und jetzt weit verbreitet genutzt wird, als auch neuere Modellsysteme wie humane induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) für mehrere NCL-Formen.

 


Prof. Dr. Ronald G. Crystal (Homepage)

 

Ronald Crystal ist Professor der Abteilung für genetische Medizin am Weill Medical College der Cornell-Universität in New York. Seine Forschung fokussiert sich auf die Gentherapie und personalisierte Medizin. Die Entwicklung von Therapien für pädiatrische neurodegenerative Erkrankungen, besonders lysosomale Stoffwechselerkrankungen, ist einer seiner größten Forschungsbereiche.  Mithilfe der spät-infantilen NCL (verursacht durch Mutationen im CLN2-Gen) als Modell, konnte sein Labor eine Strategie zur Behandlung von ZNS-Manifestationen bei diesen Erkrankungen entwickeln. Studien mit multiplen Tiermodellen haben die Initiierung von klinischen Studien mit NCL-Patienten unterstützt. Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Prof. Dr. Beverly L. Davidson (Homepage)


Beverly Davidson ist Laborleiterin an der Universität von Iowa, USA. Ihre AG forscht an CLN3 und konnte unter anderem zeigen, dass es in der lysosomalen Plasmamembran lokalisiert ist. Zur Zeit arbeitet die Gruppe an der Orientierung des Proteins in der Membran und dessen Reaktionspartner. Außerdem erforscht sie an NCL-Mausmodellen, inwieweit der Gentransfer von CLN3 ins Gehirn das Absterben von Neuronen verhindert. Ziel ist es, herauszufinden wie der Verlust von CLN3 zur Neurodegeneration führt und ob eine Genersatztherapie die Krankheit NCL heilt oder lindert. Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Prof. Dr. Gert Fricker (Homepage)

 

Gert Fricker ist Leiter des Instituts für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Seine Interessen liegen im Arzneimitteltransport über die Blut-Hirn-Schranke, in Transportproteinen, in der Arzneimittelentwicklung und im "Drug-targeting". Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 


Dr. Bruno Gasnier (Homepage)

 

Bruno Gasnier arbeitet im Bereich Biochemie, Molekularbiologie und Neurowissenschaften an der Universität Paris Descartes (Paris, Frankreich). Sein Team interessiert sich für die Kompartimentalisierung von Metaboliten und Signalmolekülen in tierischen Zellen und Geweben durch Ionen-gekoppelte Membrantransporter. Sie haben sich auf das Beladen von synaptischen Vesikeln mit Neurotransmittern sowie auf den Export von Metaboliten aus den Lysosomen und seiner Fehlfunktion in lysosomalen Erkrankungen, einschließlich NCL, fokussiert. Derzeit untersuchen sie mehrere lysosomale Transporter auf diversen Ebenen.

 


Prof. Dr. Jeffrey Gerst (Homepage)    

 

Jeffrey Gerst ist Professor am Weizmann Institut im Fachbereich Molekulargenetik (Rehovot, Israel). Seine Arbeitsgruppe verwendet Hefen als Modellorganismen, um Mechanismen des intrazellulären Transports von mRNA und Proteinen zu untersuchen. Seine Arbeit an der Erforschung der Krankheit NCL ergab sich durch die Entdeckung, dass Orthologe von Proteinen, die mit NCL in Verbindung gebracht werden, in Hefen spezifische Funktionen bei der Übertragung von Proteinen aus den Endosomen zum Golgi-Apparat übernehmen. Folglich könnten die durch NCL verursachten Funktionsstörungen durch Defekte in diesem Übertragungsvorgang begründet liegen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Prof. Dr. Hans-Hilmar Goebel (Homepage)


Hans-Hilmar Goebel ist Professor der Neuropathologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Prof. Goebel hat zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich NCL publiziert. Vor allem die Elektronenmikroskopie in Verbindung mit histologischen Untersuchungen zählt zu seinen Steckenpferden.

 

 

 

 


PD Dr. Guido Hermey (Homepage)

 

Guido Hermey ist Privatdozent am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf am Institut für molekulare und zelluläre Kognition. Seine Forschung fokussiert sich auf die funktionelle Rolle von aktivitätsregulierten Genen beim Lernen und Erinnern sowie auf eine Vielzahl von neuronalen Erkrankungen, einschließlich Neurodegeneration. Die Forscher um Dr. Hermey identifizieren und studieren aktivitätsregulierte Gene und deren Rolle bei der synaptischen Plastizität. Des Weiteren sind sie an subzellulären Transportprozessen in Neuronen und am Einfluss auf die neuronale Fehlsortierung von Proteinen bei neuronalen Krankheiten interessiert. In diesem Kontext studieren sie die Funktion von Cln3 und dessen Interaktionspartnern. Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Prof. Dr. Anu Jalanko (Homepage)


Anu Jalanko ist Direktorin des Instituts „Molekulare Medizin" des „National Public Health Institutes" in Helsinki, Finnland. Sie war außerdem Sprecherin des Europäischen Programms „NCL-models", welches neun verschiedene Arbeitsgruppen beinhaltete. Dieses Projekt wurde für 3 Jahre gefördert (2004-2006). Wissenschaftliche Schwerpunkte liegen in der infantilen, finnischen spätinfantilen und der juvenilen NCL.

 

 

 


Prof. Dr. Alfried Kohlschütter (Homepage)


Alfried Kohlschütter ist Professor em. für Kinderheilkunde an der Kinderklinik der Universität Hamburg. Seine wissenschaftlichen Interessensgebiete sind degenerative Erkrankungen und Stoffwechselleiden des kindlichen Nervensystems. Weitere Informationen finden Sie hier

 

 

 

 


Prof. Dr. Carsten Korth (Homepage)

 

Carsten Korth ist Professor am Institut für Neuropathologie am Uniklinikum Düsseldorf. Seine Arbeitsgruppe befasst sich mit der fehlerhaften Assemblierung, Faltung oder Prozessierung von Proteinen und der Entwicklung von Pharmakotherapien, um diese Proteinpathologien zu beeinträchtigen oder zu verhindern. Der Fokus liegt auf der Neurobiologie und der Proteinbiochemie. Die Erzeugung von (fehl)assemblierten Proteinen wird auf den Ebenen der Erzeugung, der Erkennung und der Degradation sowohl in in vivo- als auch in in vitro-Modellen untersucht. Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Prof. Dr. Thomas Langmann (Homepage)

 

Thomas Langmann ist Professor am Lehrstuhl „Experimentelle Immunologie des Auges” an der Universitätsklinik Köln. Seine Gruppe interessiert sich für die Rolle der immunologischen Ereignisse, besonders der Aktivierung von Mikrogliazellen, bei retinaler Degeneration als Hauptsymptom von NCL. Drei verschiedene Mausmodelle für CLN1, CLN3 und CLN6 werden momentan im Hinblick auf die Sehschärfe mithilfe von non-invasiven optokinetischen und elektrophysiologischen Tests untersucht. Diese Parameter werden zusammen mit umfangreichen histologischen Untersuchungen kombiniert, um die Auswirkung von Mikrogliose und Müllerzell-Gliose auf die Entwicklung der retinalen Degeneration bei NCL-Modellen abzuschätzen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Dr. Stephane Lefrancois (Homepage)

 

Stephane Lefrancois’ Forschungsinteressen sind die Regulation intrazellulärer Sortierungs- und Transport-Prozesse mit Fokus auf der Kontrolle der Sortierung durch das trans-Golgi-Netzwerk und Endosomen. Als Modell studieren sie die lysosomalen Sortierungsrezeptoren CIMPR und Sortilin. Sie haben kürzlich herausgefunden, dass CLN5 ein Schlüsselregulator in der intrazellulären Sortierung durch das Endosom ist. Sie arbeiten gerade an dem Verständnis der molekularen Details; wie CLN5 die Aktivität der kleinen GTPase Rab7 und die Rekrutierung vom Retromer, einem Proteinkomplex, der für die Endosom-zum-Golgi-Sortierung von CIMPR und Sortilin gebraucht wird, kontrolliert.
Sein Labor nutzt eine Vielzahl von Techniken, wie die Akquisition und Analyse von Bildern mit einem hohen Bildgehalt, konfokale Mikroskopie, BRET („bioluminescence resonance energy transfer“) und verschiedene Assays, um posttranslationale Modifikationen wie Palmitoylierung und Ubiquitinierung zu studieren.

 


Prof. Dr. Rudolf Martini (Homepage)


Rudolf Martini ist Universitätsprofessor und Leiter der Abteilung Experimentelle Entwicklungsneurobiologie an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Würzburg. Der Forschungsschwerpunkt des Labors ist die Rolle von immunverwandten Zellen in Modellen von Erbkrankheiten, welche das zentrale und periphere Nervensystem betreffen. Die letzte Unterstützung durch die NCL-Stiftung erhielt das Labor für die Untersuchung von immunbasierten Therapie-Ansätzen in NCL-Modellen. Rudolf Martini ist derzeit Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der NCL-Stiftung. Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Dr. Hannah Mitchison (Homepage)


Am UCL Institute of Child Health in London hegt Hannah Mitchison ein langjähriges Interesse an der molekulargenetischen Analyse der NCL-Formen, mit speziellem Fokus auf Knockout-Mäuse zur Analyse der Proteinfunktion von Cln3. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf den autophagischen Mechanismen der NCL-Formen und auf neuen Untersuchungen über die Grundlage des Zelltods der Netzhaut bei NCL.

 

 

 


BA PhD Sara E. Mole (Homepage)


Sara Mole ist Dozentin im Bereich molekulare Zellbiologie am University College London (UCL) (London, Großbritannien), wo sie seit 1992 NCLs erforscht. Die wissenschaftlichen Interessen ihres Labors reichen von der Identifikation neuer Krankheitsgene, deren Charakterisierung, die den Gebrauch von Modellorganismen wie der Hefe (Schizosaccharomyces pombe) einschließt, bis hin zur Anwendung neuer Strategien zur therapeutischen Intervention. Besonderer Fokus liegt auf der juvenilen NCL sowie anderen NCL-Formen, die durch Mutationen von Membranproteinen wie Cln6 hervorgerufen werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Dr. Martin Oheim (Homepage)


Martin Oheim ist CNRS Forscher und Gruppenleiter am Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale (INSERM) Paris, im Labor für Neurophysiologie und neue bildgebende Verfahren. Seine Arbeitsschwerpunkte sind gegenwärtig mikroskopische Techniken zur Beobachtung subzellulärer Prozesse in Neuronen und Astroglia, in Zellkultur wie in Hirnschnittpräparaten. Er hat wichtige Beiträge zur Nanoskopie mit evaneszenten Wellen und zur nicht-linearen Mikroskopie, in vivo, geliefert. Ein wesentliches Resultat seiner neueren Arbeiten ist die Entdeckung einer unvermuteten, Kalzium-abhängigen Freisetzung von Lysosomen in Astrozyten der Großhirnrinde.

 


Prof. MD John R. Østergaard (Homepage)

 

John R. Østergaard ist Professor der Kinderneurologie am Universitätshospital von Aarhus, Dänemark. Er ist Chefarzt für alle Dänischen Patienten mit einer NCL-Erkrankung und medizinisches Mitglied eines landesweiten multidisziplinären Teams, das alle Aspekte von NCL betreut. Seine wissenschaftlichen Hauptinteressen sind seltene genetische Erkrankungen, Genotyp-Phänotyp-Korrelationen und neurodegenerative Erkrankungen, einschließlich NCL.

 

 


Prof. Dr. David Palmer (Homepage)

 

David Palmer ist Professor an der Fakultät für Landwirtschaft und Biowissenschaften der Lincoln Universität (Lincoln, New Zealand) und u.a. auch Mitglied des „Batten Animal Research Networks“ (BARN). Das Labor von David Palmer fokussiert sich auf Krankheitsmechanismen und die Entwicklung von Therapien. Weitere Schwerpunkte sind die Geninjektion, Biomarker-Identifizierung, Untersuchung der Neuroinflammation sowie die Bereitstellung von neuralen Zellkulturen. Zur Erforschung von NCLs nutzt die Arbeitsgruppe Borderdale (CLN5) sowie South Hampshire (CLN6) Schafe. 

 


Prof. PhD David Pearce (Homepage)


Davide Pearce ist Leiter des größten amerikanischen NCL-Labors (Sioux Falls, South Dakota), welches sich mit CLN3 beschäftigt. Expertisen liegen in der Hefe-Forschung und verschiedenen Mausmodellen. Des Weiteren wird der Einfluss der nachgewiesenen GAD65-Autoantikörper untersucht. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

 

 


Dr. Mika O. Ruonala (Homepage)


Mit Hilfe von biochemischen, molekularbiologischen und biophysikalischen Methoden versucht Mika O. Ruonala die physiologische Funktion des Cln3-Proteins aufzuschlüsseln. Es werden neue Markierungstechnologien eingesetzt, um die Lokalisation, die Eigenschaften und die Halbwertzeit von Cln3 in lebenden Zellen und Geweben darzustellen. Diese Methoden können auch Cln3-Interaktionspartner in Verbindung mit Massen-Spektrometrie identifizieren, welche mit FRET-FLIM Mikroskopie verifiziert werden. Nach Aufklärung der normalen Funktion von Cln3 werden die Eigenschaften der Cln3-Proteine der Patienten untersucht. Das neue Bildverfahren ermöglicht es, die Menge und Lokalisation von einer unbegrenzten Zahl an Proteinen im selben Gewebe zu analysieren. Dieser Toponomics-Ansatz wird mit Hilfe eines „Lead"-Proteins, den Krankheitsverlauf der juvenilen NCL reflektieren. Möglicherweise werden hieraus neue Therapieansätze resultieren. Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Prof. Dr. Paul Saftig (Homepage)


An der Christian Albrecht Universität in Kiel erforscht Paul Saftigs Gruppe die in vivo Funktionen der lysosomalen Membranproteine LAMP-1, LAMP-2 und LIMP-2. Mehrere Mausmodelle stehen der Gruppe zur Verfügung. Ein Hauptaugenmerk liegt in der Untersuchung der Autophagozytose. 

 

 


Prof. Dr. Konrad Sandhoff (Homepage)


Konrad Sandhoff ist Senior Professor für Biochemie am LIMES Institut, c/o Kekulé-Institut für Organische Chemie und Biochemie der Universität Bonn. Zu seinen Interessensgebieten zählt u.a. Stoffwechsel, Enzymologie und die Molekulare Analyse von Erbkrankheiten.

 

 

 


Prof. Dr. Hans Schöler (Homepage)


Hans Schöler ist Direktor des Max Planck Institutes für Molekulare Biomedizin in Münster und leitet die Abteilung Zell- und Entwicklungsbiologie. Das zentrale Thema der Abteilung ist Pluripotenz. Pluripotenz ist deshalb so spannend, weil sie einer Zelle erlaubt alle Zelltypen des Körpers hervorzubringen. Fragen wie: „Wie entsteht Pluripotenz während der Entwicklung eines Säugerembryos? Wie wird auf molekularer Ebene Pluripotenz in einer Körperzelle induziert?“ bestimmen die Forschung der Abteilung. Neben den der reinen Grundlagenforschung zugeordneten Fragen ist die Forschung aber auch für Patienten von direktem Interesse. Indem sich nämlich von Patienten mit genetisch bedingten Erkrankungen pluripotente Zellen induzieren lassen, versucht die Abteilung Aspekte von Krankheiten in die Kulturschale zu bringen. Dies dient einerseits dazu Krankheiten besser zu verstehen und andererseits dazu Medikamente zu entwickeln.

 


Dr. Alessandro Simonati (Homepage)

 

Alessandro Simonati ist Associate Professor der Neurologie in der Abteilung für neurologische und Bewegungswissenschaften an der medizinischen Hochschule der Verona Universität in Italien. Er ist Leiter der Kinderneurologie und Psychiatrie sowie des Lehrstuhls für Entwicklungsneuropathologie. Seine Forschungsinteressen sind neurodegenerative Erkrankungen im Kindesalter und die Entwicklungsneuropathologie. Seine derzeitigen wissenschaftlichen Aktivitäten fokussieren sich auf die Neuronale Ceroid Lipofuszinose. Hierfür nutzt er sowohl für die klinischen Untersuchungen als auch für die Studien der Krankheitsentwicklung in vitro-Systeme (humane Fibroblasten von NCL-Patienten sowie genetisch veränderte, humane Neuroblastoma-Zelllinien). Die Forschungsschwerpunkte sind die phänotypischen Eigenschaften der sogenannten spät-infantilen NCL-Varianten sowie der Prozess der Autophagie und die Mitochondrienfunktion bei ausgesuchten NCL-Formen. Aktuelle Studien wurden vom „European Union Seventh Framework Programme“ finanziert.

 


Prof. Dr. Dr. Robert Steinfeld (Homepage)

Robert Steinfeld arbeitet klinisch und wissenschaftlich am Universitätsklinikum Göttingen und beschäftigt sich mit der Krankheitsentstehung und möglichen Behandlungsverfahren von NCL-Erkrankungen. Weiterhin arbeitet Herr Steinfeld bisher ungeklärte NCL-Fälle auf und hat im Jahr 2006 eine neue NCL-Form - die Cathepsin D defiziente NCL oder CLN10 - erstmalig beschrieben. Neben der Diagnostik der NCL-Erkrankungen werden im Labor von Robert Steinfeld über 40 verschiedene lysosomale Speichererkrankungen untersucht.

 


Dr. Stephan Storch (Homepage)


Stephan Storch beschäftigt sich am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf mit den molekularen Grundlagen der juvenilen NCL. Schwerpunkte liegen in der Identifizierung lysosomaler Sortierungssignale und den entsprechenden Transportwegen. Dr. Storch betreute die Diplom-Biochemikerin Sandra Pohl, welche für das erste Jahr ihrer Promotion ein Doktorandenstipendium der NCL-Stiftung erhielt.

 


Prof. Dr. Guy Tear (Homepage)

 

Guy Tear arbeitet am MRC Center für Entwicklungsneurobiologie am King’s College in London. Seine Forschergruppe nutzt Drosophila als Modellsystem, um die Genfunktion während der Entwicklung und während Krankheitsverläufen zu verstehen. Sie studieren die normale Rolle von CLN3 und CLN, mit besonderem Interesse an ihrer Rolle an der Synapse. Durch diese Studien hoffen sie, die Prozesse zu verstehen, die diese Proteine benötigen und neue therapeutische Wege zu identifizieren. Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Prof. Dr. Steven U. Walkley (Homepage)

 

Steven Walkley ist Professor der Neurowissenschaften, Pathologie und Neurologie und Direktor des Rose F. Kennedy „Intellectual and Developmental Disabilities Research Center“ am Albert Einstein College für Medizin (New York, USA). Seine Forschungsanstrengungen fokussieren sich auf das Beschreiben pathogener Kaskaden, die Gehirnfehlfunktionen bei lysosomalen Erkrankungen, einschließlich NCL, Niemann-Pick, Sandhoff, MLIV, MPS IIIA und verwandten Krankheiten, unterliegen. Von besonderem Interesse ist das Verständnis von Veränderungen in endocytischen, autophagischen und Salvage-Stoffwechselwegen, die durch lysosomale Krankheiten induziert werden, sowie deren Einfluss auf die dendritische und neuronale Integrität. Dr. Walkleys Labor steht zudem an vorderster Front bei der Entwicklung von Therapien von lysosomalen Erkrankungen, einschließlich Pionierstudien im Gebrauch von Knochenmarkstransplantationen und Substrat-Reduktionstherapien.

 


Ihr Ansprechpartner

Dr. Frank Stehr

Dr. Frank Stehr

Telefon: +49 (0) 40-69 666 74-10

Mobil:    +49 (0) 178-34 160 57 

Email:    frank.stehr@ncl-stiftung.de