Kooperationen


Wir sind der festen Überzeugung, dass der wissenschaftliche Austausch die Grundlage für jeden Fortschritt ist. Deshalb ist es zu einer unserer wichtigsten Aufgaben geworden, als Wissenszentrum zu fungieren und Forscher national und international zu vernetzen. Seit 2002 haben wir mehr als 60 Forschungskooperationen auf den Weg gebracht: Hierzu gehören hauptsächlich universitäre Gruppen aber auch andere Forschungsinstitute sowie forschende Unternehmen.

NCL-Kongress

Einen Großteil der Arbeit der NCL-Stiftung macht die Zusammenarbeit mit Forschern und universitären Forschungsgruppen weltweit aus. Nur durch ihre Arbeit ist ein Fortschritt auf dem Gebiet der NCL möglich. So sprechen wir  Wissenschaftler direkt an  und organisieren Wissenschaftlertreffen.

 

Unser jährlich stattfindender NCL-Kongress dient als Plattform für den Austausch von innovativen Forschungsideen und neuesten Ergebnissen. Er fördert auch das Entstehen neuer Kooperationen mit dem Ziel, Forschungslücken zu schließen.

 

Der NCL-Kongress 2021 fand am 18./19. April als virtuelles Treffen statt. Hierbei konzentrierte sich der erste Tag auf die Netzhautdegeneration mit Fokus auf klinische Aspekte, Gentherapieansätze und retinale Tiermodelle. Am zweiten Tag ging es um das Thema adaptive und angeborene Immunzellen bei NCL.

NCL-Kongress im Hamburger Marriott Hotel
NCL-Kongress im Hamburger Marriott Hotel
Der 18. NCL-Kongress 2021 fand virtuell statt
Der 18. NCL-Kongress 2021 fand virtuell statt

jNCL Young Investigator Symposium

Ziel des Young Investigator Symposiums ist es, junge Wissenschaftler, die an juveniler NCL arbeiten, zusammenzubringen, den Austausch zu fördern und zu erkennen, wo Unterstützung benötigt wird.


So fand z.B. im Jahr 2018 das 4. jNCL Young Investigator Symposium  mit Doktoranden, Postdoktoranden und anderen Nachwuchs-wissenschaftlern im Royal Holloway College der Universität London statt. Anschließend hatten die jungen Forscher die Gelegenheit, am Internationalen NCL-Kongress teilzunehmen.

 

Im Jahr 2020 fand das Symposium aufgrund der Corona-Pandemie erstmalig in digitaler Form statt. Partner der Veranstaltung war die ForeBatten Foundation aus den USA. Zum ersten Mal wurde hierbei der gemeinsame Preis für die beste Präsentation vergeben. Er ging an Postdoc Chiara Soldati vom Telethon Institute of Genetics and Medicine in Neapel, Italien.

 

Frank Stehr mit jungen Forscherinnen 2018 in London
Frank Stehr mit jungen Forscherinnen 2018 in London
Digitales Young Investigator Symposium 2020
Digitales Young Investigator Symposium 2020

Stiftungen

Wir stehen in engem Kontakt und Austausch mit Stiftungen, Verbänden und Selbsthilfegruppen wie die NCL-Gruppe Deutschland. In regelmäßigen Treffen und Gesprächen werden gemeinsame Strategien diskutiert und Projekte geplant. Zudem sind wir im wissenschafltichen Bereich beratend tätig. So können Synergien genutzt und Projekt-Dopplungen vermieden werden.

Auch führen wir viele unserer Vorhaben gemeinsam mit anderen Stiftungen durch. Hierfür schlagen wir jeweils ein konkretes Projekt vor, das wir dann in Kooperation fördern. Zu unseren Stiftungspartnern gehören u.a.: Joachim Herz Stiftung, Bayer Stiftungen, Stichting Beat Batten (Niederlande), Beyond Batten Disease Foundation (USA), Bijou Brigitte Stiftung, ForeBatten Foundation (USA), HAORI Stiftung, Joss Stone Foundation (UK), Playmobil Stiftung, Merck Family Foundation, Scheck-Stiftung oder Town & Country Stiftung.

Für diese Partnerschaften sind wir sehr dankbar.

 


Unternehmen

Der Austausch mit Unternehmen aus der Pharma- und Biotechbranche ist für die NCL-Stiftung von großer Bedeutung. Denn ein Medikament zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, ist nur in Kooperation mit solchen Partnern möglich.

 Im Jahr 2018 startete ein vielversprechendes  Kooperationsprojekt mit der Universität Hamburg und der Hamburger Biotechfirma Evotec. Hierbei wird die Doktorandin Daniela Borchert innerhalb ihres dreijährigen Promotions-Programms rund 2.000 Wirkstoff-Kandidaten in einem humanen Zellmodell testen, in dem ein Defekt im CLN3-Protein vorliegt. Mit Hilfe dieses Zellmodells untersucht sie, ob einer der potenziellen Wirkstoffe den Zustand der erkrankten Zelle verbessern kann.

Die Arbeiten werden bei Evotec in Hamburg unter der wissenschaftlichen Leitung von NCL-Experte Dr. Guido Hermey durchgeführt. Evotec ist aufgrund der Infrastruktur und der langjährigen Erfahrung der ideale Partner, um Wirkstoff-Testungen im hohen Durchsatz durchzuführen.

Wir danken der Heinrich Hartmann-Stiftung für die Teilfinanzierung in Höhe von 50.000 €.

Wir freuen uns sehr über diese Forschungsallianz und sind gespannt auf die Resultate.